Freitag, 25. August 2017

Brand New Start

Als ich diese Woche nach einem anstrengenden Arbeitstag und Spannungskopfschmerz beschloss, mich ins Auto zu setzen um an eine Aussichtsstelle zu fahren und das - erfreulicherweise jetzt wieder - sommerliche Wetter zu genießen, traf es mich wie ein Blitz:

Jeder Tag ist eine neue Entscheidung. Jeder Moment. Ich kann mich immer entscheiden. Vielleicht sind die Wahloptionen nicht immer berauschend. Aber ich bin doch immer Herr meines Lebens. Ich kann mich entscheiden morgens aufzustehen und zur Arbeit zu gehen. Oder ich kann mich dagegen entscheiden. Ich kann mich entscheiden, den Abend grummelig und mit Kopfschmerzen auf dem Sofa zu verbringen. Oder drauf zu scheißen.

Ich sage Euch, es kann wahre Wunder wirken, die Autofenster runterzumachen, das Zopfgummi aus den Haaren zu ziehen und mit Wind in den Haaren und Sonnenbrille auf der Nase der Sonne entgegen zu fahren und dabei lauthals zu singen:



Paul Weller - Brand New Start 
I'm gonna clear out my head
I'm gonna get myself straight
I know it's never too late
To make a brand new start

I'm gonna kick down the door
I'm gonna get myself in
I'm gonna fix up the yard
And not fall back again

I'm gonna CLEAN up my earth
And build a heaven ON the ground
Not something distant or unfound
But something real to me
But something real to me

All that I can I can be
All that I am I CAN see
All that is mine is in my hands
So to myself I call

There's somewhere else I should be
There's someone else I CAN see
There's something more I can find
IT'S ONLY UP TO ME

I'm gonna clean up my earth
And build a heaven ON the ground
Not something distant on a cloud
But something real to me
But something real to me

I'm gonna clear out my head
I'm gonna get myself straight
I KNOW it's never too late
To make a brand new start



Jeder Tag ist ein Brand New Start! 

Und jeder Tag kann wie eine Landkarte sein. Eine Landkarte von dem Ort, an dem man Urlaub macht. Man breitet die Karte aus, schaut sich um und entscheidet, was man sehen möchte. Man ist interessiert und neugierig. Streicht liebevoll über Hügel und Täler, welche man gerne besichtigen möchte. Und dann geht man los und entdeckt all diese Dinge. 

Ich hoffe, dass mir häufiger meine Entscheidungsfreiheit bewusst wird. Und dass ich mich häufig für einen Landkarten-Tag entscheiden kann. 

Habt es gut! 

Freitag, 18. August 2017

Mein Leben ist reich

Ach was bin ich immer am rumheulen und hadern, dass mein Leben so schwer sei und dass das ja alles ganz doof und eine Zumutung ist, womit ich mich rumärgern muss. Aber wisst ihr was? Nein! Es gibt auch eine andere Sicht auf die Dinge. Und die ist es, darauf zu gucken was man hat. Und dafür verdammt nochmal dankbar zu sein. Denn das was man hat, das vergisst man dummerweise immer wieder wenn man sich darauf konzentriert, was fehlt. Leider.

Es gibt eine Sache, für die bin ich so unendlich dankbar. Und das bringe ich nicht ansatzweise so zum Ausdruck, dass es der Sache gerecht wird. Und das ist die Beziehung zu meinem Mann. Ich finde, wir Zwei wir kriegen das wirklich fabelhaft hin! 

Ich bin noch im Eindruck eines gestrigen Kettcar-Konzertes, seitdem geht mir ein Songzitat nicht mehr aus dem Kopf. Außerdem habe ich heute auf Instagram einen Comic von @ArtbyMoga gesehen. Beides beschreibt die Beziehung mit meinem Mann sehr gut:

Es ist nicht das, was man empfindet
nicht nur das, was man fühlt
nicht, was man voller Sehnsucht sucht
Liebe ist das, was man tut

aus: "Rettung" von Kettcar




[c] @artbymoga - Instagram
Es geht in unserer Liebe nicht um etwas abgehobenes, um etwas übertrieben romantisches. Es geht nicht um Blumen, Kerzen und heiße Schwüre. Nein, unsere Liebe drückt sich dadurch aus, dass wir füreinander da sind, was immer passiert. Keiner von uns ist perfekt, wir haben beide Macken und lieben uns trotzdem. Wenn es dem einen schlecht geht, tröstet ihn der andere. Wen einer ein Problem hat, dann versuchen wir es gemeinsam zu lösen. Und wir können verdammt nochmal gute Zeiten miteinander verbringen und zusammen wie Kinder lachen. 

Ich bin so dankbar, dass ich einen Menschen gefunden habe, mit dem ich so eine gute Beziehung führen kann. Das sollte ich nicht vergessen. Mein Leben ist so reich durch diese Beziehung. Ich brauche keinen Mann, der mir ewige Liebe schwört. Ich brauche einen Mann der mir sagt, dass er mich jetzt in diesem Moment so sehr liebt, dass er in jedem kommenden Moment daran arbeiten will, dass unsere Beziehung weiterhin so gut bleibt wie sie ist - während sie wächst und sich weiterentwickelt. 
 
Und das drückt auch wieder ein Kettcar-Song so verdammt gut aus! Es ist "Balu":
 

Vergiss Romeo und Julia
wann gibt's Abendbrot?
Willst du wirklich tauschen
am Ende waren sie tot.
Ich werd' immer für dich da sein,
bist du dabei?
In dem Gefühl wir wären zwei. 


Im übrigen schreibe ich diesen Blogpost während ich eine Pause vom Korrekturlesen der Bachelor Thesis meines Mannes mache. Das gehört eben auch dazu. Ich bin eine gute Ehefrau ;)

Montag, 7. August 2017

Mit Challenge zur Selbstakzeptanz

ACHTUNG - Ich möchte mit diesem Blogpost niemandem auf die Füße treten oder dessen Lebensweise kritisieren. Es handelt sich hier AUSSCHLIEßLICH um meine Gedanken zu einem Sachverhalt. 


Wenn man auf Facebook oder Instagram unterwegs ist, dann sieht und liest man immer wieder so etwas wie das folgende: Jemand verkündet, dass er eine Challenge macht. 30 Tage ohne Handy. Mehr Wasser trinken. Jeden Tag Yoga. You name it. Es geht hier also darum, etwas gutes, eine gesündere Lebensweise, mehr Bewegung, etc. umzusetzen. Dass man sich vornimmt, schlechte Verhaltensweisen wegzulassen und andere, bessere Verhaltensweisen zu etablieren. Und im besten Fall dauerhaft. Und das halte ich weiß Gott für eine gute Idee!

Mir stösst hierbei nur eine Sache auf: Es ist das Wörtchen Challenge. Warum ist das so?
Irgendwie schwingt für mich beim Wort Challenge Kampf mit. Natürlich ist die wörtliche Übersetzung von Challenge Herausforderung. Aber geht es nicht darum, etwas umzusetzen, komme was da wolle? Möchte man nicht dran bleiben, den inneren Schweinehund in die Schranken weisen? Ist das nicht ein bisschen ein Kampf gegen sich selbst?
Auch im Äußeren ist es doch irgendwie ein Kampf. Vielleicht hat jemand anderes diese Challenge ausgerufen, dessen Regeln definiert und nun möchte man sich daran beteiligen. Möchte die Challenge bestehen, genau so gut wie andere oder besser.

Und dann ist es ja auch eine interessante Entwicklung, dass sich in unserer schnelllebigen Welt immer mehr Menschen auf Dinge wie Achtsamkeit, Meditation oder Yoga besinnen. Eigentlich halte ich das für den genau richtigen Weg. Aber häufig habe ich das Gefühl, dass ein Gutteil der Menschen sich nur auf diese Dinge besinnt, um noch besser in oben erwähnter schnelllebiger Welt funktionieren zu können. Und das ist ja wirklich die allergrößte Ironie. 

Ja, ich gebe es zu, ich reagiere allenthalben sehr allergisch auf alles, was nach Leistungsgesellschaft riecht. Das in unserer Gesellschaft inhärente Motto des "Höher, schneller, weiter" versetzt mir einen gehörigen Schauer. Gleichzeitig möchte auch ich Ziele erreichen und mich weiterentwickeln. Wie passt das zusammen? Ich halte dies tatsächlich für eine sehr große Herausforderung (haha!), die ich noch versuche aufzulösen.

Momentan ist mein Ansatz stark orientiert am Konzept der Selbstakzeptanz (stark inspiriert haben mich hierzu die Bücher "Selbstmitgefühl" von Kristin Neff und "Nichts an Dir ist verkehrt" von Cheri Huber, aber auch alles mögliche im Netz zum Thema Selbst- und Körperakzeptanz, zum Beispiel der wunderbare Instagram-Account von Bodyposipanda). Ich hoffe, ich kann dieses Thema in die richtigen Worte leiden. Ich versuche es einfach mal:
Grob gesagt, bedeutet Selbstakzeptanz sich exakt so anzunehmen, wie man ist. Das bedeutet nicht, dass man sich selbst belügen soll! Man sieht sich selbst ganz klar mit all seinen Stärken und Schwächen und findet sich ok. Selbstakzeptanz bedeutet, den Stimmen, die sagen "Ich bin nicht gut genug" nicht mehr zuzuhören. So wie ich bin, bin ich gut. Ich muss nicht anders sein. Ich darf einfach nur sein - so wie ich bin. Selbstakzeptanz ist das Gegenteil von Selbsthass. 

Wenn ich mich also selbst nicht annehme und aus diesem Grund Dinge an mir verändern will, dann ist das Selbsthass. Wenn ich mir eine 30-Tage-Yoga-Challenge vornehme und es dann doch nicht - hey, nobody is perfect! - an jedem einzelnen Tag auf die Matte schaffe und mich dafür selbst runtermache, dann ist das Selbsthass. Cheri Huber sagt in Ihrem Buch "Nichts an dir ist verkehrt", dass der Selbsthass uns davon abhält, so zu sein, wie wir in unserem Inneren sind. Sie hat dafür ein sehr plakatives Beispiel gefunden:


"Ich gebe dir noch ein anderes Beispiel. Du beschließt, mit dem Laufen anzufangen. Und da ist diese Person, die dir helfen soll, ein Läufer zu werden. Du ziehst dein kleines Lauf-Outfit an und die Person sagt: 'Wieso hast du das denn angezogen? Mensch, siehst du bescheuert darin ais" Das wirst du doch nicht wirklich anziehen!' 
Also ziehst du andere Laufsachen an - du probierst mehrere Klamotten und zum Schluss gibst du die Diskussion einfach auf. Du wirst niemals gut genug zum Laufen aussehen und deswegen beschließt du einfach, es trotzdem zu tun. Du gehst raus und die Person sagt: 'Das nennst du laufen? Wie kommst du auf die Idee, dass du das hinkriegen würdest?' 
Jetzt möchte ich dir noch eine andere Möglichkeit vorschlagen. Wie wäre es, wenn die Person, die bei dir ist, sagt: 'Laufe in was auch immer, es ist völlig egal. Du siehst gut aus. Geh einfach nur hinaus und laufe. Das ist großartig! Du machst das prima. Wie lange bist du gelaufen? Zehn Minuten? Das ist grßartig.' 
Denke darüber nach! Welche Person möchte, dass du läufst und welche Person möchte, dass du nicht läufst?" ("Nichts an dir ist verkehrt", Kösel, 3. Auflage 2006, S. 48)

Interessanterweise ist mir erst gestern auch in Bezug auf Yoga und dem oben beschriebenem Phänomen des "Yoga/Meditation/Achtsamkeit für mehr Leistungsfähigkeit" ein interessantes und zu diesem Post äußerst passendes Zitat über den Weg gelaufen:
"Yoga is not about self- improvement, yoga is about self-acceptance."Gurmukh Kaur Khalsa
Gesehen habe ich das Zitat by the way in dem sehr zu empfehlenden Film von Shantipant Project über Dörte Kuhn von Kurvenreich-Yoga. Die Bodypositivity des Films ließ mein Herz vor Freude hüpfen!


Was bedeutet das also im Bezug auf Weiterentwicklung? Garantiert geht es bei Selbstakzeptanz nicht darum, so zu bleiben wie man ist, weil ja schon alles tipi topi ist. In meinen Augen geht es unter anderem viel mehr darum, sich selbst so zu behandeln, das nachhaltige Entwicklung überhaupt erst möglich wird. Erst wenn ich mich selbst so annehme, wie ich bin, kann ich so werden, wie ich bin. Im Konzept der Selbstakzeptanz ist enthalten, dass alles was ich brauche, bereits in mir drin steckt. Ich muss mir selbst nur die Erlaubnis geben, mich selbst zu entfalten.

Dazu braucht es liebevolle Güte. Und Geduld. 

Liebevolle Güte bedeutet, sich selbst zu behandeln, wie einen guten Freund. Wenn der etwas nicht geschafft hat, dann sagt man ihm nicht "Du Dummkopf, du wirst es nie schaffen", sondern man nimmt ihn in den Arm, tröstet ihn und überlegt gemeinsam, warum es schief ging und wie es besser gehen könnte.
Und Geduld - na ja das ist wohl eine ganz schwierige Tugend heutzutage. Immer muss alles sogleich geschehen. Aber eine persönliche Entwicklung benötigt nun mal Zeit. Wir sind Menschen, keine Maschinen. Wir haben gute und wir haben schlechte Tage. Das ist okay. 

Postkarte der wahnsinnig inspirierenden und vergnüglichen karindrawings

Soweit zu meinem theoretischen Wissensstand. Auf dem Papier klingt das ja schon mal ganz gut - finde ich zumindest. Aber in der Praxis tappe ich immer und immer wieder in die Falle von Selbsthass und alles gleich und sofort wollen. Und wenn ich das merke, nehme ich mich selbst in den Arm, schenke mir liebevolle Güte und gebe mir Zeit. Es ist ein langer Weg. Dieser Weg ist mein Leben. Und leben will ich jetzt, nicht erst, wenn ich eine höhere Daseinsstufe erreicht habe. ;) 


Habt es gut!

Freitag, 4. August 2017

Reboot

Oder warum dieser Blog pausierte und warum ich ihn jetzt  wieder aufnehmen möchte



Liebe Welt, 

irgendwann hörte ich auf, diesen Blog zu befüllen. Warum war das so? 

Ich denke, es hatte viel damit zu tun, aus welchen Gründen ich diesen Blog gestartet habe. Ich las Blogs. Und dann wollte ich auch einen. Ich wollte mich mitteilen. Und zeigen, was ich tolles kann. Und - na klar - ich wollte Anerkennung durch diesen Blog bekommen. Tja und dann tat ich das, was ich bei anderen sah. Ich orientierte mich am Außen. Ich zeigte meine Kreativitäten und Fotos, meine Reisen. Ich wollte schlau wirken und zeigen, dass ich toll bin und mein Leben auch. Aber ich war nicht ich. 

Ok, das liegt nun nicht allein an dieser - in weiten Teilen - oberflächlichen Blogwelt. Ich war damals einfach überhaupt nicht ich selbst. Ich zeigte nicht, was ich wirklich dachte und fühlte. Was mir gefiel und was nicht. Ich hatte Angst, dafür wie ich bin, nicht gemocht zu werden. Ich habe mich selbst eigentlich richtig verleugnet. Ich tat das, was alle taten und dachte, ich müsste das wollen, was alle wollen. Aber meine Ziele habe ich nie erreicht.

Und ich wurde immer unglücklicher. Eigentlich war ich nie richtig glücklich. Aber um die Zeit, in dem ich aufhörte, diesen Blog zu befüllen, da ging es mir richtig schlecht. Und das, obwohl ich bereits damals schon versuchte, den Kreislauf aus Grübeleien und Unzufriedenheit zu durchbrechen. Teilweise fand dies auch auf diesem Blog statt. Aber ich war immer noch nicht ich! 

Und dann habe ich es einfach aufgegeben. Mit diesem Blog. Was nutzt es hier so zu tun, als ginge es mir toll und als sei alles super, wenn es gar nicht stimmt. Und dabei muss man sagen, dass mein Leben damals objektiv betrachtet nicht supertoll, aber auch nicht richtig schlecht war. Aber ich fühlte mich so wahnsinnig elend. Und ich fühlte mich maßlos überfordert. Ich entwickelte eine richtig fiese Schlafstörung, an der ich leider immer noch rumknappse. Und all das, das passte doch nicht in diese perfekte Blogwelt. Zu stundenlang arrangierten Flatlays, teuren Designermöbeln, immer gelingenden Nähprojekten und minutiös angerichteten Mahlzeiten. 

Also hörte ich auf diesen Blog zu befüllen. Denn ich fühlte mich wie ein Versager. Und als ich dann wirklich ganz tief unten war, da fing ich an, mich sehr tief mit mir selbst zu beschäftigen. Bücher zu lesen. Mir Gleichgesinnte zu suchen. Mich selbst zu finden. Und endlich endlich endlich dazu zu stehen, wie ich bin. Wie ich wirklich bin. Zu meinen Gefühlen. Zu meinen häufig trüben Gedanken. Zu meinen Schwachheiten. Zu meinen Vorlieben und Abneigungen. Und dann ging es langsam bergauf. 



Und dieser Prozess ist nicht abgeschlossen. Das wird er wahrscheinlich nie sein. Denn im besten Falle wachsen wir ein Leben lang. 

Und damit schließt sich der Kreis. Der Grund, warum ich diesen Blog wieder mit Leben füllen möchte ist, dass ich nun endlich einen Inhalt für diesen Blog gefunden habe, der zu mir passt. Und den ich wirklich mit anderen teilen möchte. Denn ich ich habe die Hoffnung, dass das was ich teilen kann, eine Lücke schließen und einen Mehrwert bieten kann. Und wenn ich hier einen kleinen Beitrag leisten könnte, anderen einen neuen Blickwinkel aufzuzeigen und Inspirationen weiter zu geben, dann wäre dieser Blog eine wirklich gute Sache!   



Ich weiß noch nicht, ob und wie oft ich hier tatsächlich etwas schreiben werde (denn das Ganze hier zu einer regelmäßigen Pflichtakt zu machen, wäre genau das von dem, wohin ich mich hinentwickelt habe), aber wenn ich etwas schreibe, dann könnte es etwas zu den folgenden Themen sein: 
  • Hochsensitivität/Hochsensibilität 
  • Selbstmitgefühl und Selbstakzeptanz 
  • Achtsamkeit und Meditation 
  • Downshifting 
  • Degrowth 
  • Minimalismus
  • Kreativität als heilsamer Weg 
  • Glücksforschung 
  • Bodypositivity/Körperakzeptanz 
  • Authentizität
  • Grenzen setzen und gut auf sich selbst achten 
Und einfach irgendwelche random Sachen, die mich inspirieren oder zum Lachen bringen ;) 


Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir einen Kommentar hinterlasst, ob euch diese Themen interessieren oder welche davon besonders oder ob euch etwas anderes mehr interessieren würdet. 

Und noch ein Satz zum Schluss: Ich bin nicht perfekt. Ich bin alles andere als das. Und ich habe immer davor gescheut, mich preiszugeben. Aber nun habe ich allen Mut zusammengenommen und springe ins kalte Wasser. Ich hoffe, es nicht zu bereuen. Dass dies ein weiteres Feld ist, in dem ich wachsen kann. <3 

Habt es gut! 
Julia



Montag, 30. Januar 2017

Die Lektionen des Lebens

Früher oder später kommen wir im Leben in Situationen, die uns herausfordern, die uns schier verzweifeln lassen. Vielleicht sind das Veränderungen, berufliche oder finanzielle Schwierigkeiten, Krankheit, spannungsreiche Beziehungen oder "einfach nur" innere Unsicherheiten und quälende Fragen nach dem Was und Wie und Wozu.



Wenn wir in solche Situationen geraten, dann ist bei vielen der womöglich erste Impuls, diese Situation abzulehnen, sich zu wünschen, man müsste sich ihr nicht stellen und auch sich zu fragen, warum gerade man selbst darin steckt. Was man falsch gemacht hat oder "verbrochen", dass einen das Schicksal strafft.

Eine andere, heilsamere und weiterführende Herangehensweise ist es, sich zu fragen, in wie fern einem diese Situation nützen könnte, was einem das Leben lehren will.

Ich hadere seit ich weiß nicht wie lange mit der Frage, welchen Platz ich in diesem Leben habe, was mein Weg ist und wie ich eine für mich gesunde Lebensweise umsetzen kann. Es geht mal besser, mal schlechter, aber seit nun schon viel zu langer Zeit quälen mich schlimme Schlafstörungen, die mir zeigen, dass ich etwas in meinem Leben verändern muss. Heute habe ich mir die oben genannte Frage gestellt.

Das Leben lehrt mich gerade, zu mir selbst zu stehen, für mich selbst einzustehen, meine Grenzen zu sehen und zu lieben, sie gegenüber anderen zu verteidigen. 
Das Leben lehrt mich, zu priorisieren und nur die Tätigkeiten, Menschen und Dinge in meinem Leben zu behalten, die ich wirklich brauche und die mir gut tun. 
Das Leben lehrt mich gerade ehrlich zu sein - zu mir und zu anderen - und den Mut zu haben, Nein zu sagen! 
Das Leben lehrt mich gerade, dankbar zu sein, auch für Kleinigkeiten und scheinbar selbstverständliches. 
Das Leben lehrt mich, mich selbst, genauso wie ich bin, zu lieben und mehr Verständnis für mich selbst zu haben!

Das hat gut getan! Die Idee zu dieser "Übung" habe ich dem Buch "Selbstmitgefühl" von Kristin Neff entnommen. Ein für mich nahezu revolutionäres Buch! Endlich aufhören, sich selbst in Grund und Boden zu kritisieren - wie viel Energie dadurch nicht unnötig vernichtet wird!


Habt es gut!
Jule